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DIE APOKALYPTISCHEN REITER sorgen seit Jahren für volle Hallen, jubelnde Fans und ohrwurmverdächtige Hits. Was die Thüringer Metaller den Anhängern allerdings während zwei Jahren schuldig geblieben sind, war eine neue, frische Scheibe.
Mit dem neuen Silberling "Licht" haben Daniel "Fuchs" Täumel und die restliche Band ihr Versprechen endlich eingelöst. Nach sechs erfolgreichen Alben gibt es nun das erste mit der neuen Gitarristin Lady Cat-Man zu kaufen, welche in die tiefen Fussstapfen von Pitrone getreten ist.
Vorab: Als immerwährend überzeugende Live-Band darf sich der Fan bei den nächsten Live-Gigs besonders während "Adrenalin" und "Es wird schlimmer" der Reitermanie hingeben. Ganz nach dem Motto: "Was Spass macht, darf gespielt werden". Nun aber zum eigentlichen Album, welches mit einem überbelichteten Artwork einherkommt.
Bereits die ersten Gitarrenklänge auf der Platte lassen ahnen: Das ist was anderes, als wir uns gewohnt sind! "Es wird schlimmer", so heisst der Song - und dieser startet auch gleich mit düsterer Stimme und dicken Blastbeats. Auch die nachfolgenden Stücke "Auf die Liebe" und "Wir sind das Licht" eignen sich sicher nicht als Gutenachtgeschichte und lassen der Gittare viel Luft zum atmen.
Generell kann man sich auf die Refrains aller Songs freuen, denn wie gewohnt bohren sich die Melodien sehr schnell in die Gehörgänge und lassen den Hörer mitsingen oder - wer nicht will - mitsummen! Da alle Texte komplett in deutscher Sprache gehalten sind, kommt man schnell hinter den tiefgründigen Sinn der Lyrics, was mit dem Song "Nach der Ebbe" sehr eindrücklich demonstriert wird.
Gegen Einöde gehen die Reiter mit einem immerwährenden Auf- und Ab an. Einmal sehr gitarrenorientiert, dunkel, mit harter Stimme in den Strophen, andererseits wunderbar hymnisch und druckvoll. Für die Träumer unter uns zwängen sich vor allem in den letzten Stücken immer wieder die Keyboard-Kompositionen von Dr. Pest in den Vordergrund.
Natürlich fand auch das vorab als Single ausgekoppelte Kunstwerk "Der Weg" seinen Platz auf der Scheibe. Trotz einem heftigen Start und dem kurz darauf einsetzenden Keyboard ist der Refrain etwas kitschig geraten, passt aber wunderbar zu den zwei letzten Songs des Albums, welches mit "Auferstehen soll in Herrlichkeit" einen herrlichen Abschluss darstellt. Das lässt Erinnerungen an "All You Need Is Love" aufkommen... Ein grosses Werk für alle Fans, die auch das SAMURAI Album ihr eigen nennen können.
Langeweile kommt zu keiner Sekunde auf, der Zuhörer wird mit vollmundigen Gitarrenklängen, vereinzelten Klavierstücken und der mächtigen Stimme von Fuchs ohne Kompromiss in den Bann gezogen. Es gibt zwar keine wirklichen Highlights unter den 11 Stücken, aber dafür Musik- und Textqualität in höchstem Masse! Vielleicht ist "Licht" den langjährigen Fans des Quintetts etwas suspekt, vielleicht lässt "Licht" auch etwas Vertrautes vermissen. Durch die extrem emotionale Stimmung und brillianten Texten ist das Album auf jeden Fall die neue Waffe gegen Trübsal, Einsamkeit und Verdammnis: LICHT eben!

Trackliste 01. Es wird schlimmer 02. Auf die Liebe 03. Wir sind das Licht 04. Nach der Ebbe 05. Adrenalin 06. Der Elende 07. Heut' ist der Tag 08. Wir hoffen 09. Der Weg 10. Ein Lichtlein 11. Auferstehen soll in Herrlichkeit
Weitere Infos www.reitermania.de
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